Folgen urbanen Schrumpfens
Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.
Walter Gropius
Das Phänomen dauerhaft schrumpfender Städte in Mitteleuropa erschliesst sich dem Betrachter normalerweise auf den
ersten Blick durch einen Leerstand aufgegebener industrieller Anlagen, durch sich ausbreitende Brachflächen, oder von
unbewohnten Wohnsiedlungen und -häusern, die häufig erst in den sechziger, siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts
- angesichts einer in jenen Jahren noch überall stark anwachsenden Bevölkerung der Städte - errichtet wurden. Der
Leerstand betrifft oft gerade Siedlungen, die - in den Konsolidierungsjahren nach dem Krieg häufig im eher ländlichen
Umfeld der Städte errichtet - dazu dienen sollten, eine massenhafte Nachfrage nach Wohnraum zu bedienen, die durch eine
allgemeine Urbanisierung und die vielen Geburten Anfang der sechziger Jahre ausgelöst worden war. Im Glauben an eine
zukĂĽnftig andauernde Fortsetzung dieser Tendenzen wurden damals ganze neue Stadtviertel geplant, die in manchen
Städten jedoch niemals eine gefestigte Sozialstruktur hervorbringen konnten. Diese Trabantenstädte bilden heute,
gerade in vielen Mittelstädten, vielfach die Kerne der urbanen Problemzonen. In vielerei Hinsicht stehen soziales
Scheitern und zunehmende Segregation in diesen Trabantenstädte prototypisch für Entwicklungen von “failed cities”
und Schrumpfen städtischer Strukturen.
Für die bauliche Stadtstruktur einer Shrinking City bedeuten der Rückgang der Bevölkerung und brachliegende Gewerbeflächen vor allem eine verminderte Siedlungsdichte und ansteigenden Wohnungsleerstand. Diese Wohnungsleerstände bedeuten zwar einerseits Entspannung auf den Wohnungsmärkten und bremsen die Mietkostenproblematik für die Stadtbewohner, sie führen andererseits jedoch zu einer teuren Wertminderung der von Wohnungsleerstand betroffenen Immobilien für ihre Besitzer. In der Folge werden Sanierungsmassnahmen eingeschränkt oder lange hinauszögert, und die allgemein rückläufige Entwicklung in den von Leerstand betroffenen Gebieten wird weiter verschärft, da jene Bewohner, die sich ein intakteres Umfeld finanziell leisten können, möglichst wegziehen. Oft über die Stadtgrenzen hinaus.
Bislang homogene städtebauliche Strukturen beginnen so, sich nach und nach aufzulösen, wodurch sich auf mittlere Sicht eine fragmentierte urbane Struktur entwickelt - ein ungeordnetes und temporär veränderliches Nebeneinander brachliegender Flächen, bewohnter Gebäuden und ungenutzter Bausubstanz sind Ausweis solcher fragmentierten Gebiete.
Für die bauliche Stadtstruktur einer Shrinking City bedeuten der Rückgang der Bevölkerung und brachliegende Gewerbeflächen vor allem eine verminderte Siedlungsdichte und ansteigenden Wohnungsleerstand. Diese Wohnungsleerstände bedeuten zwar einerseits Entspannung auf den Wohnungsmärkten und bremsen die Mietkostenproblematik für die Stadtbewohner, sie führen andererseits jedoch zu einer teuren Wertminderung der von Wohnungsleerstand betroffenen Immobilien für ihre Besitzer. In der Folge werden Sanierungsmassnahmen eingeschränkt oder lange hinauszögert, und die allgemein rückläufige Entwicklung in den von Leerstand betroffenen Gebieten wird weiter verschärft, da jene Bewohner, die sich ein intakteres Umfeld finanziell leisten können, möglichst wegziehen. Oft über die Stadtgrenzen hinaus.
Bislang homogene städtebauliche Strukturen beginnen so, sich nach und nach aufzulösen, wodurch sich auf mittlere Sicht eine fragmentierte urbane Struktur entwickelt - ein ungeordnetes und temporär veränderliches Nebeneinander brachliegender Flächen, bewohnter Gebäuden und ungenutzter Bausubstanz sind Ausweis solcher fragmentierten Gebiete.

Kommentare