Shrinking Cities
Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen.
Woody Allen
Das Projekt TUNN:EL, mit dem lokale transurbane Kulturräume entwickelt werden sollen, entstand vor dem Hintergrund,
dass die Stadt Wuppertal - als der gemeinsame lokale Bezugspunkt der Initiatoren von TUNN:EL - das Zentrum einer der
Regionen Westdeutschlands ist, deren Bevölkerungszahl zurückgeht und auch in Zukunft prognostiziert weiter
rückläufig sein wird.
Die Industriestadt an der Wupper gehört, als Oberzentrum des Städtedreiecks Wuppertal, Remscheid, Solingen, bereits jetzt zu den am stärksten schrumpfenden Kommunen Deutschlands. Das hat für die Gegenwart und die Zukunft der Stadt viel mehr als eine statistische Erkenntnis zur Folge und erfordert von den Einwohnern der Stadt und ihrer Kommunalverwaltung eine radikal andere Sicht auf Fragen der Stadtplanung, der Kultur, der urbanen sozialen Gesellschaft, des städtischen Haushalts und letztlich sogar auch bezüglich der Definition dessen, was der Begriff “Stadt” jetzt und zukünftig eigentlich bedeutet.
Schrumpfende Städte stellen, neben ausufernden Megastädten wie Mexiko City, Shanghai oder Lagos, das zweite bedeutende Phänomen städtischer Entwicklung im 21. Jahrhundert dar. Es stand im Rahmen einer Diskussion um Entwicklungen urbaner Siedlungen jedoch sehr lange im Schatten einer weitreichenden allgemeinen Fokussierung auf wachsende Megapolis.
Eine Ursache dafür, dass ein Vorgang, der derart umfassende Auswirkungen auf einen grossen Teil der Bevölkerung hat, nicht seiner Bedeutung angemessen diskutiert wurde und wird, liegt im Widerspruch bei der Wahrnehmung einer sich abwickelnden und schrumpfenden Stadt gegenüber dem gewohnten Bild einer Boomtown, also einer von andauerndem wirtschaftlichem und demographischem Wachstum geprägten Kommune. Wachsende Städte sind in Europa - seit der Industrialisierung, bis weit in die Nachkriegszeit des letzten Jahrhunderts - das allein gültige Entwicklungsmodell urbaner Ansiedlungen gewesen, dem sich Stadtplanung, -steuerung und -verwaltung verpflichtet fühlten. Die planerischen und administrativen Herausforderungen einer wachsenden Stadt sind dabei hauptsächlich geprägt von der Erschliessung und Verteilung beständig knapper werdender Räume, Flächen und Ressourcen sowie von der integrativen Aufgabe, stetig neu zuziehende und nachwachsende städtische Bevölkerung in die strukturellen und sozialen Abläufe einer Boomtown einzubinden.
Die Industriestadt an der Wupper gehört, als Oberzentrum des Städtedreiecks Wuppertal, Remscheid, Solingen, bereits jetzt zu den am stärksten schrumpfenden Kommunen Deutschlands. Das hat für die Gegenwart und die Zukunft der Stadt viel mehr als eine statistische Erkenntnis zur Folge und erfordert von den Einwohnern der Stadt und ihrer Kommunalverwaltung eine radikal andere Sicht auf Fragen der Stadtplanung, der Kultur, der urbanen sozialen Gesellschaft, des städtischen Haushalts und letztlich sogar auch bezüglich der Definition dessen, was der Begriff “Stadt” jetzt und zukünftig eigentlich bedeutet.
Schrumpfende Städte stellen, neben ausufernden Megastädten wie Mexiko City, Shanghai oder Lagos, das zweite bedeutende Phänomen städtischer Entwicklung im 21. Jahrhundert dar. Es stand im Rahmen einer Diskussion um Entwicklungen urbaner Siedlungen jedoch sehr lange im Schatten einer weitreichenden allgemeinen Fokussierung auf wachsende Megapolis.
Eine Ursache dafür, dass ein Vorgang, der derart umfassende Auswirkungen auf einen grossen Teil der Bevölkerung hat, nicht seiner Bedeutung angemessen diskutiert wurde und wird, liegt im Widerspruch bei der Wahrnehmung einer sich abwickelnden und schrumpfenden Stadt gegenüber dem gewohnten Bild einer Boomtown, also einer von andauerndem wirtschaftlichem und demographischem Wachstum geprägten Kommune. Wachsende Städte sind in Europa - seit der Industrialisierung, bis weit in die Nachkriegszeit des letzten Jahrhunderts - das allein gültige Entwicklungsmodell urbaner Ansiedlungen gewesen, dem sich Stadtplanung, -steuerung und -verwaltung verpflichtet fühlten. Die planerischen und administrativen Herausforderungen einer wachsenden Stadt sind dabei hauptsächlich geprägt von der Erschliessung und Verteilung beständig knapper werdender Räume, Flächen und Ressourcen sowie von der integrativen Aufgabe, stetig neu zuziehende und nachwachsende städtische Bevölkerung in die strukturellen und sozialen Abläufe einer Boomtown einzubinden.

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