Donnerstag, 28. Januar 2010
R.I.D. - Auf ein Neues im März!
Die obere Etage des ADA - die schon zu Zeiten, als das Dachgeschoss noch DADA hiess, ein Ort experimenteller Parties
gewesen ist - präsentierte sich Freitagabend rauh und roh. Passend zu den Dubs und Steps der Musikverantworlichen
Markus, um3000 und T.Raumdeckung. Beleuchtet fast nur von einer Leinwand, auf der von um3000 Selbstgedrechseltes
zwischen Gudrun Ensslin als Experimental-Aktmodell und Ceaucescu bei seiner letzten Rede, sowie schwer LSD-inspirierte
französische Kindertrickfilme der frühen Siebziger zu sehen waren, waren die Anwesenden um Spass und Fassung bemüht.
Was ihnen durchaus gelang.
So gut, dass TUNN:EL beabsichtigt, die Kooperation einstweilen fortzuführen und "Dead Valley - R.I.D." künftig zunächst zweimonatlich fortzuführen. Ort und Datum hierfür stehen allerdings noch nicht fest. Wir melden uns deswegen dann nochmal.
Bis dahin kann man bei um3000 derzeit zwei halbstündige “UMCASTS” anhören und runterladen. Vor allem “Track 02” eignet sich auch bestens als Soundtrack für die kommenden Auseinandersetzungen. Get Radical!
So gut, dass TUNN:EL beabsichtigt, die Kooperation einstweilen fortzuführen und "Dead Valley - R.I.D." künftig zunächst zweimonatlich fortzuführen. Ort und Datum hierfür stehen allerdings noch nicht fest. Wir melden uns deswegen dann nochmal.
Bis dahin kann man bei um3000 derzeit zwei halbstündige “UMCASTS” anhören und runterladen. Vor allem “Track 02” eignet sich auch bestens als Soundtrack für die kommenden Auseinandersetzungen. Get Radical!
Dienstag, 19. Januar 2010
R.I.D. - DEAD VALLEY - REST IN DUB
FREITAG | 22.01.10 | 22.00 Uhr
TUNN:EL PRÄSENTIERT: DUBSTEP IM ADA
MIT UM3000, T.RAUMDECKUNG + MARKUS
Die aktuellen Entwicklungen in Wuppertal waren für die, die hinsahen, schon lange vorhersehbar. Tragfähige Strategien, das Sterben der Stadt zu verhindern, sind dennoch nirgendwo entwickelt worden - am wenigsten in Verwaltung und Lokalpolitik. Das vollständige Scheitern einer nur an Leuchturmprojekten orientierten neoliberalen Stadtentwicklung zeigt sich nun an den diskutierten drastischen Einschränkungen von städtischen Kernaufgaben.
Dabei ist es ganz einfach: “Stadt” sind nämlich weder die Rendite-Interessen von Investoren noch privatisierte Konsumzonen und Shoppingmalls, “Stadt” sind ausschliesslich die Bewohner. Sie – und nur sie – sind in der Lage, ihre Stadt als urbane Struktur zu begreifen und zu erhalten. Sie leisten in ihren Kiezen, ihren Quartieren und Nachbarschaften solidarische Integrationsarbeit, ihre ausgelebte und häufig gegen behördliche Schikanen durchgesetzte Alltagskultur sorgt für notwendige urbane Impulse und gesellschaftliche Erneuerung und sie sind durch vielfältige politische und soziale Aktivitäten nicht zuletzt auch die besten “Botschafter Wuppertals”.
Wenn sich die von geplatzten Renditeerwartungen enttäuschten Investoren längst davongemacht haben und nicht mehr finanzierte und gesteuerte “Kulturwerbeträger” einer in den Marketingbüros erdachten “Marke Wuppertal” ihre Arbeit eingestellt haben werden, werden die Menschen der Stadt noch immer hier sein. Deshalb geht es darum, schon jetzt entstehende Freiräume zu nutzen, die eine immer schwächere Verwaltung wird preisgeben müssen. In diesem Sinne präsentiert TUNN:EL – quasi als “Appetizer” auf kommende “wilde” Zeiten – gemeinsam mit diversen Partnern aus der Wuppertaler Subkultur in loser Folge “nicht domestizierbare”, radikale Alltagskultur, die immer auch eine Kampfansage an das Bestehende ist – abseits des üblichen Bespassungsschemas.
Den Anfang zukünftiger TUNN:EL-Veranstaltungen im ADA macht “R.I.D – Dead Valley – Rest in Dub” bei dem mit Dubstep einer der zur Zeit wichtigsten Sounds des internatonalen Undergrounds ins ADA gebracht werden soll. Ursprünglich aus England kommend, (das noch immer der wichtigste kulturelle Schmelztiegel in Europa ist), ist Dubstep als Fusion von Garage, Drum ‘n Bass, Dub, Reggae, House und Techno der augenblicklich brachialste Soundtrack einer Gesellschaft in Aufruhr. Apokalyptische Klangteppiche und tanzbare Beats liegen bei Dubstep direkt neben- und übereinander – geklammert und getrieben durch tieffrequente Bässe.
um3000, T.Raumdeckung und Markus Riedel präsentieren an diesem Freitag jenseits von DJ-Posing eine ganz persönliche Auswahl dieses in Wuppertal bislang eher unterrepräsentierten Sounds, der andernorts schon seit mehreren Jahren die Dancefloors des Undergrounds in Bewegung hält.
Get Radical ! Reclaim your City !
Café ADA - Wiesenstr- 6 - W-Tal-Elberfeld – Beginn: 22.00 Uhr – Eintritt: Euro: 3,–
Homepage von um3000
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